Die Legende des Sankt Martin – 9. November 2006

Martin wurde im Jahr 316, auf dem Gebiet des heutigen Ungarns geboren. Sein Vater wollte aus ihm einen Soldaten machen, aber er war ein Mann des Friedens. Eines Tages erblickte er am Straßenrand einen Bettler, dem er gerne geholfen hätte, aber er hat schon sein ganzes Geld an die Armen verteilt. Da zerschnitt er seinen Mantel mit seinem Schwert und gab die eine Hälfte dem Bettler. Nachts erwachte er aus einem Traum: Er sah den Bettler in einem Mantel vor sich, auf dem das Bild des gekreuzigten Jesus Christus war. Martin verließ die Armee und stellte sich in den Dienst der Kirche.

In Frankreich wurde er Priester. Viele Menschen haben ihn um seinen Rat und um seine Hilfe gebeten. Er wollte arm und zurückgezogen leben, aber das Volk hat ihn zum Bischof auserwählt. Vor der großen Ehre hat er sich bei den Gänsen versteckt, aber das laute Schnattern der Tiere hat ihn verraten. Er hat sich auch danach nicht verändert, anstatt eines pompösen Throns saß er auf einem kleinen Stuhl, als er die Menschen empfing. Er wird als Patron der Armen, der Ritter und der Soldaten betrachtet.

Den Martinstag zu feiern wurde in unserer Schule schon zur Tradition. Die Kinder der Unterstufe beginnen schon Wochen vor dem 11. November mit den Vorbereitungen. Sie basteln Laternen aller Arten und lernen Martinslieder. Auch in diesem Jahr geschah es so. Statt Samstag organisierten die Kinder der 2. Jahrgangsstufe das Fest am 9. November. Alle haben sich mit großer Begeisterung auf das Programm vorbereitet und sich auf den Umzug mit den Laternen um die Schule gefreut. Die Endstation des Umzugs war der Sportplatz, wo auch ein Martinsfeuer brannte. Im Rahmen des Programms wurde die Legende des Sankt Martin in ungarischer und in deutscher Sprache erzählt, ein Gedicht vorgetragen und der sogenannte Laternentanz aufgeführt. Das Tanzen mit den stimmungsvollen Laternen im Dunklen ist immer der Höhepunkt der Feier. Danach blieben noch einige Klassen in ihren Klassenzimmern um das Martinsessen (Süßigkeiten, Kuchen, Kekse usw.) zu verzehren. Es war ein schöner Tag und das Wetter hat auch mitgespielt!

Die entstandenen Fotos können Sie hier anschauen.

Éva Fáth